Wie wir unsere Domain einem koreanischen Händler von Landmaschinen abgekauft haben

Auf der Webseite www.tado.com waren koreanische Schriftzeichen zu sehen, die so etwas bedeuteten wie „Diese Domain ist nicht erreichbar“. Ihr wisst vielleicht, wie das mit der „Whois“ Datenbank ist – sie ist so aktuell wie die Zeitung von gestern. Es erfordert ganz viel Glück, den Besitzer zu finden... Alle Namen, Adressen, Email-Adressen und Telefonnummern, die wir fanden, waren nicht mehr aktuell. Nach einer Vielzahl an erfolglosen Emails, Anrufen und weiterer Recherchearbeit entschieden wir uns dazu, diese Aufgabe einem weltweit agierenden Domainhändler zu übergeben, der aber ebenfalls nach 2 Wochen aufgab.

Wenn man in einem Start-up arbeitet, ist Ausdauer an der Tagesordnung, also war Aufgeben keine Option für uns. Stattdessen wollte Johannes direkt in ein Flugzeug steigen, um den Besitzer auf eigene Faust aufzuspüren. Zum Glück konnten wir ihn davon abhalten, den genau zu diesem Zeitpunkt schickte uns die koreanische Handelskammer wie aus dem Nichts eine Email mit der korrekten Adresse des Domain-Besitzers: CEO von Tado Co. Ltd., einem Handelsunternehmen für Land- und Forstwirtschaft sowie Landmaschinen. Nach Dutzenden Versuchen, den Besitzer zu erreichen, kam eines Tages ein Rückruf, der Christian um 4 Uhr nachts weckte – ein Gefühl der Erleichterung.

Wie sich herausstellte, wurde die Erklärung unserer Anfrage zu einer echten Herausforderung. Acht Stunden Zeitverschiebung, Sprachbarrieren und technische Schwierigkeiten standen uns im Weg. Viele Anrufe und Emails später kamen wir jedoch zu einer Lösung, wobei immer noch unklar war, wie wir eine Transaktion am anderen Ende der Welt bewerkstelligen sollten. En Freund eines Freundes eines Freundes, dessen Name Gwon ist, lebt in Korea und versprach uns zu helfen. Wir beschlossen, ihm zu vertrauen, und erklärten ihm, dass wir uns beeilen müssten, weil uns nur noch 2 Werktage bis zum Abschluss des Deals blieben. In Windeseile entwarfen wir Verträge, arrangierten ein Meeting in Seoul und schafften es, innerhalb von ein paar Stunden Geld nach Seoul zu transferieren.

Doch letztendlich schien es doch so, als würde der Transfer der .com-Domain ewig dauern. Wir hatten Gwon angewiesen, das Geld erst nach erfolgreichem Transfer auszuhändigen. Nach dem ersten persönlichen Treffen mit dem Besitzer der Domain, hatte dieser allerdings noch einige Follow-up Meetings außerhalb von Seoul. Also schnappte sich Gwon sein Auto und begleitete ihn für den Rest des Tages. Was dann folgte, war ein lustiger Trip von Handelsbüros im Hafen von Seoul bis hin zu Lagerhallen für Autoteile außerhalb der Stadt. Und Gwon war bei jedem Meeting mit dabei und ließ den Domain Besitzer nicht aus den Augen. Das tado° Team wurde über das Spektakel fortwährend via Telefon auf dem Laufenden gehalten, bis wir schließlich das OK bekamen.

Doch es war die Mühe auf jeden Fall wert! Was für ein erfolgreicher Tag! Die früheren Besitzer von www.tado.com sind sogar so begeistert von unserem tado° Produkt, dass sie uns dabei helfen wollen, unsere Geschäfte nach Korea und Japan aufzubauen. Zu schade, dass wir beim Abendessen zur Besiegelung des Deals in Seoul mit unseren neu gewonnen Freunden und mit Gwon nicht dabei sein konnten. Vielen Dank an euch alle und bitte kommt uns mal in Deutschland besuchen!

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