Die Strompreise schwanken stündlich, da sie an der Strombörse EPEX Spot nach dem Prinzip von Angebot und Nachfrage festgelegt werden. Wenn viel Wind- oder Solarstrom ins Netz eingespeist wird, sinken die Preise, während sie bei hohem Verbrauch steigen. Mit dynamischen Stromtarifen wie tado° Home Hourly und intelligentem Lastmanagement kannst du diese Schwankungen ausnutzen und deine Energiekosten um bis zu 22 % senken.
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Inhaltsverzeichnis:
Wenn der Strompreis nicht immer gleich bleibt
Wer die Strompreise der letzten Jahre beobachtet hat, weiß, sie verändern sich ständig. Mal steigen sie, mal sinken sie, manchmal sogar von Stunde zu Stunde. Auf den ersten Blick wirkt das unberechenbar, doch tatsächlich steckt ein klares Prinzip dahinter. Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis.
Das Spannende daran ist, dass diese Dynamik nicht nur eine Herausforderung ist, sondern auch Chancen eröffnet. Wer versteht, wie Strompreise entstehen, kann mit kleinen Anpassungen im Alltag Kosten sparen und gleichzeitig die Energiewende unterstützen.
Warum schwanken Strompreise?
Die Preise für Strom werden an der europäischen Strombörse EPEX Spot festgelegt. Für jede einzelne Stunde des kommenden Tages gibt es einen eigenen Preis. Entscheidend ist, wie viel Strom gebraucht wird und wie viel Strom gleichzeitig im Netz vorhanden ist.
Wenn viele Menschen abends nach Hause kommen, das Licht einschalten, das Abendessen kochen oder die Waschmaschine starten, steigt die Nachfrage und damit auch der Preis. Wenn dagegen mittags die Sonne scheint und Solaranlagen besonders viel Strom einspeisen oder nachts starker Wind weht, sinken die Preise deutlich.
So entstehen stündliche Unterschiede. In besonderen Momenten kann es sogar passieren, dass die Preise negativ werden. Dann fließt so viel Wind- oder Solarstrom ins Netz, dass kaum jemand ihn verbrauchen kann. Versorger zahlen in diesen Situationen dafür, dass der Strom abgenommen wird.
Der Einfluss erneuerbarer Energien
Mit dem wachsenden Anteil von Wind- und Solarstrom nehmen diese Schwankungen weiter zu. Sonne und Wind folgen keinem festen Rhythmus, sie richten sich nicht nach unserem Alltag.
In einer stürmischen Nacht, während die meisten Menschen schlafen und kaum Strom verbrauchen, sind die Preise besonders niedrig. In einer dunklen Winterwoche ohne Sonne und Wind hingegen springen konventionelle Kraftwerke ein, was die Preise steigen lässt.
Wer diese Muster versteht, kann seinen Verbrauch gezielt verschieben und dadurch profitieren.
Beispiele aus dem Alltag
Elektroauto intelligent laden
Statt es sofort nach der Arbeit einzustecken, kann es sich lohnen, den Ladevorgang in die Nachtstunden zu verschieben. Stell dir vor, du schließt dein Auto am Abend an und während du schläfst, lädt es automatisch in den günstigsten Stunden. Am nächsten Morgen ist der Akku voll genug für alle täglichen Strecken und die Kosten bleiben niedrig. Besonders am Wochenende macht es Sinn, länger zu laden, wenn viel grüner Strom im Netz ist.
Wärmepumpe kostenoptimiert betreiben
Ein weiteres Beispiel ist die Wärmepumpe. In der Standardkonfiguration verteilt sie ihren Verbrauch gleichmäßig über den Tag. Das klingt praktisch, kann aber teuer werden, wenn an kalten Tagen mehr Energie gebraucht wird. Mit einem intelligenten System wie dem tado° Wärmepumpen-Optimierer verschiebt sich der Betrieb auf die günstigsten Stunden. Anstatt durchgehend teuer zu heizen, läuft die Wärmepumpe dann, wenn der Strompreis niedrig ist. Dein Zuhause bleibt warm und gemütlich, während die Kosten sinken und gleichzeitig mehr erneuerbarer Strom genutzt wird.
Vergleich: Fester Tarif vs. Dynamischer Tarif
Kriterium
Fester Tarif
Dynamischer Tarif
Preisstabilität
Gleichbleibend
Stündlich schwankend
Einsparpotenzial
Begrenzt
Hoch
Flexibilität nötig
Nein
Ja
Smart Meter nötig
Nein
Ja
Ideal für
Planungssicherheit
Smarten Verbrauch
Smart Meter als Grundlage
Damit solche Beispiele Wirklichkeit werden, braucht es Transparenz. Smart Meter sind der Schlüssel, denn sie erfassen den Verbrauch in kurzen Intervallen und ermöglichen eine genaue Abrechnung nach den tatsächlichen Stundenpreisen.
In Kombination mit Apps wie der tado° App oder den Preisinformationen von aWATTar können Haushalte so auf einen Blick sehen, wann Strom günstig ist und ihre Geräte entsprechend steuern. Die tado° Smarten Thermostate nutzen diese Informationen, um dein Zuhause energieeffizient und kostensparend zu heizen.
Fazit
Strompreise schwanken, weil sich Angebot und Nachfrage ständig verändern und weil erneuerbare Energien immer stärker in das Netz integriert werden. Für Haushalte ergibt sich daraus eine große Chance. Mit Smart Metern, etwas Flexibilität und einem dynamischen Tarif wie HOURLY von aWATTar lassen sich Kosten senken, erneuerbare Energien optimal nutzen und gleichzeitig das Stromnetz stabilisieren.
Die Preise werden stündlich an der Strombörse EPEX Spot nach Angebot und Nachfrage festgelegt. Viel erneuerbare Energie im Netz senkt die Preise, hoher Verbrauch lässt sie steigen.
Kann ich mit dynamischen Tarifen wirklich Geld sparen?
Ja, bei flexiblem Verbrauchsverhalten sind signifikante Einsparungen möglich. Besonders effektiv ist dies in Kombination mit intelligenten Systemen wie tado°.
Brauche ich einen Smart Meter für dynamische Tarife?
Ja, ein Smart Meter ist erforderlich, um den Verbrauch stundengenau zu erfassen und nach den tatsächlichen Börsenpreisen abzurechnen.