Nach den Krisenjahren bröckelt die strikte Sparsamkeit in deutschen Wohnzimmern. Während in Großbritannien weiterhin bei kühlen Temperaturen gespart wird, leisten sich die Deutschen in der aktuellen Heizsaison Behaglichkeit und nehmen dafür bewusste Mehrkosten in Kauf.

München, 5. Februar 2026: Die Zeit der dicken Pullover im Wohnzimmer scheint vorbei: In der laufenden Heizsaison (Okt. 2025 – Jan. 2026) liegt die Durchschnittstemperatur in deutschen Haushalten bei 19 Grad Celsius. Das zeigt eine Auswertung des Energiemanagement-Unternehmens tado° auf Basis von über 1 Million Haushalten. Damit liegen die Deutschen deutlich über den Werten der Nachbarländer Großbritannien (16,3 Grad Celsius) und den Niederlanden (17 Grad Celsius), zahlen dafür aber auch einen Preis: Rund 85 Euro Mehrkosten pro Winter fallen im Schnitt für den Komfort an.
Süddeutschland mag es kuschelig, der Norden kühler
Besonders im Süden Deutschlands wird nicht an der Wärme gespart. Mit durchschnittlich 19,2 Grad Celsius teilen sich Baden-Württemberg und Bayern den Spitzenplatz bei den Innenraumtemperaturen im Jahr 2025. Auch in Brandenburg wurde dieser Wert gemessen. Am kühlsten ließen es hingegen die Menschen in Sachsen (18,8°C) und Thüringen (18,8ºC) sowie in Bremen (18,9°C) und Niedersachsen (18,9ºC) angehen.
Der "Heiz-Aufschlag": Komfort kostet extra
Diese Entwicklung ist vor dem Hintergrund der aktuellen Kostenlage bemerkenswert. Für Endverbraucher bleibt das Heizen ein teures Vergnügen. So lagen die Heizkosten für 2025 für einen 70 Quadratmeter-Haushalt mit Gasheizung bei 1180 Euro, was einen Anstieg von 15% bedeutet. Nach tado°-Berechnungen zahlen deutsche Haushalte durch die höhere Temperatur (19 Grad Celsius) im Vergleich zur von der WHO empfohlenen Innenraumtemperatur (18 Grad Celsius) im Schnitt rund 85 Euro mehr pro Winter. Anders sieht es bei den Nachbarn aus: In Großbritannien (16,3°C) oder den Niederlanden (17°C) wird deutlich unter der 18-Grad-Marke geheizt, was dort zu Einsparungen von bis zu 142 Euro pro Winter führt. In der Slowakei oder Ungarn heizen die Menschen hingegen ihre Wohnungen auf über 20 Grad – und nehmen dafür laut Studie Mehrkosten von bis zu 15 Prozent in Kauf.

„Die Zahlen zeigen, dass kleine Komfortunterschiede große Konsequenzen haben können.“ sagt Christian Deilmann, Mitgründer von tado°, „Unser Ziel ist es, Haushalten zu helfen, das Einsparpotenzial beim Heizen zu verstehen und fundierte Entscheidungen zu treffen. Ob es darum geht, Geld zu sparen, Energieverschwendung zu reduzieren oder zuhause eine angenehme Temperatur zu haben, die Menschen können wählen, was ihnen am wichtigsten ist. Eine smarte Steuerung macht es einfacher, alle drei Dinge zu tun.“
Faustformel: Jedes Grad zählt
Die deutschen Daten zeigen einen gewissen „Ermüdungseffekt“ beim Energiesparen. Haushalte scheinen aktuell bereit zu sein, für Behaglichkeit etwas tiefer in die Tasche zu greifen. Dennoch bleibt die Faustformel relevant: Jedes Grad weniger Raumtemperatur spart etwa sieben Prozent Heizenergie. Wer es also schafft, die Temperatur zumindest zeitweise zu senken, etwa durch intelligente Zeitpläne oder das Herunterregeln bei Abwesenheit, kann die Kosten trotz steigendem Komfortbedürfnis im Rahmen halten.

Daten & Methodik:
Die geschätzten Auswirkungen auf die Heizkosten in % geben an, wie viel mehr (oder weniger) Heizenergie ein Haushalt im Vergleich zu einem Basiswert von 18 °C (WHO Empfehlung) verbraucht.
Pressematerial
Bildmaterial können Sie hier herunterladen.
Über tado°
tado° ist Europas führendes Unternehmen für das Energiemanagement in Privathaushalten. Es unterstützt Haushalte dabei, ihren Energieverbrauch zu kontrollieren und Kosten zu senken – unabhängig davon, welche Heiz- oder Energiesysteme sie nutzen. Gegründet 2011 in München, vereint tado° Hardware, intelligente Software und Services zu einer leicht zu nutzenden Plattform. tado° bietet einfaches und effizientes Klimamanagement für zu Hause, intelligentes Laden von Elektrofahrzeugen, Photovoltaik-Integration und dynamische Energietarife – und verschiebt den Stromverbrauch automatisch auf die günstigsten und umweltfreundlichsten Stunden des Tages. Unsere Vision ist klar: Energie im Einklang mit der Natur.
Pressekontakt:
Simone Kemmner
tado GmbH
Sapporobogen 6-8
80637 München
press@tado.com